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Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln risikobehaftet

17. Oktober 2011

Eine neue Untersuchung im Rahmen der sogenannten Iowa Women’s Health Study, in der mehr  als 38.000 Frauen über einen Zeitraum von 12 Jahren beobachtet wurden, befasst sich mit der Auswirkung regelmäßiger Einnahme von Vitaminpräparaten beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel auf die Gesundheit und das Sterberisiko. Während sich viele Menschen durch die Einnahme solcher Präparate eine Verbesserung ihrer Gesundheit erhoffen, kommen die Wissenschaftler der Universitäten von Ostfinnland, Minnesota und Oslo zu völlig anderen Erkenntnissen: So geht die Einnahme beinahe aller Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin B6, Eisen, Folsäure, Magnesium, Zink oder Kupfer mit einem leicht bis deutlich gesteigerten Sterberisiko einher.

Auch frühere Studien zeigten bereits, dass die Einnahme von Vitaminpräparaten der Gesundheit schaden kann. Das gilt besonders für fettlösliche Vitamine – also die Vitamine A, D, E und K sowie Beta-Carotin – , da sie sich im Körper anreichern, was zu einer schädlichen Überdosierung führen kann. Eine aktuelle Untersuchung an mehr als 35.000 Männern aus den USA, Kanada und Puerto Rico wies nach, dass die Einnahme von Vitamin E-Präparaten zu einem leicht erhöhten Prostatakrebsrisiko führt.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen bei gesunden Menschen überflüssig ist: Eine ausreichende Versorgung lässt sich problemlos über eine gesunde, ausgewogene Ernährung sichern, die zudem die Gefahr der Überdosierung ausschließt.  Lediglich bei nachgewiesenen Mangelerscheinungen kann eine Einnahme sinnvoll sein. Dann sollte man aber vorab seinen Arzt konsultieren, um ein geeignetes Präparat sowie die Dosierung festzulegen.

Wer gerade in der kalten Jahreszeit etwas für sein Immunsystem tun möchte, um Erkältungskrankheiten zu vermeiden, sollte also auf Vitaminpillen und Co. verzichten und lieber einen Blick auf unseren Beitrag zum Thema Erkältung werfen, in dem wir einige Tipps zur Prävention zusammengestellt haben, und ggf. auch eine Grippeimpfung in Betracht ziehen.

Posted in Patienteninfos by Felizitas Leitner