Suche
Suche

Gleichbehandlung unserer Patienten

9. August 2011

Liebe Patientinnen und Patienten,

Sie haben vielleicht schon in der Presse von den gescheiterten Verhandlungen um einen neuen Hausarztvertrag zwischen dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) und der AOK gehört: Der BHÄV kündigte im Vorfeld an, als Gegenmaßnahme Versicherte der AOK schlechter zu behandeln als andere, etwa durch längere Wartezeiten, verkürzte Praxiszeiten etc.

Auch hört man immer wieder von Ärzten, die Privatpatienten bevorzugen, da sie für deren Behandlung mehr Geld erhalten.

Ich glaube, dass kranke Menschen das gleiche Recht auf Behandlung haben, unabhängig davon, wie sie versichert sind. Deswegen ist es unser ausdrücklicher Anspruch, in meiner Praxis alle Patienten gleich gut zu behandeln. Unterschiede werden nur dann gemacht, wenn dies aus Krankheitsgründen erforderlich ist, z. B. bei Notfällen. Die Versicherung spielt dabei keine Rolle!

Mit freundlichen Grüßen aus Weßling
Ihre Dr. Felizitas Leitner

Posted in Patienteninfos by Felizitas Leitner
30. Juni 2011

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

bitte beachten Sie unsere neuen Sprechzeiten:

Praxissprechstunden:

Mo 8.00 – 12.00 Uhr und 16.00 – 19.00 Uhr
Di 8.00 – 12.00 Uhr und 16.00 – 18.00 Uhr
Mi 8.00 – 11.00 Uhr
Do 8.00 – 12.00 Uhr und 16.00 – 18.30 Uhr
Fr 8.00 – 12.00 Uhr
nach Vereinbarung

Telefonsprechstunden:

Di 12.30 – 13.00 Uhr
Do 15.00 – 15.30 Uhr

Ihre
Dr. Felizitas Leitner

Posted in Patienteninfos by Felizitas Leitner
24. Mai 2011

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Leserinnen und Leser,

im Hinblick auf die aktuellen Fälle von EHEC-Infektionen insbesondere in Norddeutschland, habe ich Ihnen an dieser Stelle einige Informationen rund um den Krankheitserreger, die Gefahren und insbesondere Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion zusammengestellt:

Was ist EHEC?

Die enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) ist eine Sonderform der bekannteren und harmlosen Escherichia (E.) coli-Bakterien. Im Gegensatz zu den E. coli-Bakterien können EHEC Giftstoffe produzieren, die im Darm freigesetzt werden und Nerven sowie Blutzellen schädigen können.

Die Folgen eines EHEC-Infekts sind meist Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall. Bei den aktuellen Infektionsfällen tritt jedoch gehäuft ein besonders schwerer Verlauf der Infektion auf: das sogenannte hämolytisch-urämische Syndrom (HUS, auch als Gasser-Syndrom bekannt). HUS geht mit Anämie (Blutarmut) und Nierenschädigung bzw. -versagen einher und kann einen tödlichen Verlauf nehmen.

Wie überträgt sich EHEC?

Die Infektion mit dem gefährlichen Erreger kann über verschiedene Wege verlaufen. Dazu zählt insbesondere der Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln, vor allem von Fleischprodukten. Auch Milchprodukte und Säfte können mit EHEC kontaminiert sein. Ebenso kann verunreinigtes Bade- oder Trinkwasser sowie der direkte Kontakt mit Tieren, die den Erreger in sich tragen (zumeist Wiederkäuer wie Kühe oder Schafe), zur Infektion führen.

In der aktuellen Infektions-Welle steht auch Rohkost wie Salat und Gemüse im Verdacht, den Erreger zu übertragen.

Schließlich kann der Erreger von Erkrankten übertragen werden, in der Regel durch eine Schmierinfektion. Da der Erreger von den Infizierten über den Stuhl ausgeschieden wird und längere Zeit infektiös bleiben kann, ist hier vor allem das Windelwechseln bei erkrankten Säuglingen und Kleinkindern eine mögliche Infektionsquelle.

Woran erkennt man eine EHEC-Infektion?

Eine Infektion mit EHEC kann symptomlos verlaufen. Dabei wird der Erreger vom Infizierten über etwa 1-3 Wochen ausgeschieden. In diesem Zeitraum ist der Infizierte bei unzureichenden Hygienemaßnahmen eine potenzielle Ansteckungsquelle.

Bei einer Ansteckung kommt es meist nach einer Inkubationszeit von 1-8 Tagen zu Übelkeit, Erbrechen und leichten, wässrigen Durchfällen. Bei schwereren Krankheitsverläufen treten blutige Diarrhoe und schmerzhafte Bauchkrämpfe auf.

Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann es im Anschluss an die Darmbeschwerden (etwa eine Woche nach Beginn des Durchfalls) durch die EHEC-Gifte zu Blutarmut, Gefäßschädigung mit Blutgerinnungsstörungen und zu Nierenfunktionsstörungen kommen. Diese Symptome werden zusammengefasst als hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) bezeichnet. Das HUS kann tödlich verlaufen oder bleibende Gesundheitsschäden hinterlassen (Bluthochdruck, Beeinträchtigung der Nierenfunktion).

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen, um eine EHEC-Infektion abklären zu lassen?

Wenn Sie Blut im Stuhl bzw. blutige Durchfälle haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Symptome untersuchen zu lassen. Auch unabhängig von EHEC gilt:  Konsultieren Sie bei anhaltenden Durchfällen einen Arzt, da mit dieser Symptomatik häufig die Gefahr einer Dehydration einhergeht.

Welche Maßnahmen können bei einer EHEC-Infektion ergriffen werden?

Eine Therapie mit Antibiotika, wie sie in der Regel bei bakteriellen Krankheitserregern angewendet wird, ist bei EHEC-Infektionen problematisch: Durch die Abtötung bzw. Schädigung der Erreger können verstärkt EHEC-Giftstoffe freigesetzt werden.

Ebenso sollte von durchfallhemmenden Mitteln abgesehen werden, da sich durch die Einnahme die Dauer der Bakterienausscheidung und damit Ansteckungsgefahr verlängern kann.

Bei massiven Durchfällen ist es besonders wichtig, den Salz- und Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Schwere Krankheitsverläufe, insbesondere das HUS, müssen zumeist stationär behandelt werden, so dass auftretende Komplikationen  rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Dabei können Maßnahmen wie Dialyse oder Bluttransfusion notwendig sein.

Wie kann man einer EHEC-Infektion vorbeugen?

Leider gibt es keine Schutzimpfung gegen EHEC. Da die Gabe von Antibiotika problematisch ist und die Krankheit im Wesentlichen symptomatisch behandelt wird, sind Maßnahmen zur Vermeidung einer Infektion umso wichtiger.

Wenn Sie einige einfache und wirkungsvolle hygienische Regeln beachten, können Sie das Risiko einer EHEC-Infektion drastisch reduzieren.

  • Bei der aktuellen Epidemie stehen insbesondere Gurken, Tomaten, Salat und Sprossen unter dem Verdacht, EHEC zu übertragen. Laut Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums sollten Sie bis auf Weiteres vom Genuss dieser Lebensmittel absehen.
  • Verzichten Sie vorsorglich auf Rohmilch und Rohmilchprodukte, rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch sowie nicht ausreichend erhitzte, ungereifte Wurstwaren (z. B. Zwiebelmettwurst), insbesondere wenn sich in Ihrem Haushalt Risikogruppen wie Säuglinge, Kleinkinder, alte oder kranke Menschen befinden.
  • Bringen Sie rohes Fleisch nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln, da durch den Kontakt Bakterien übertragen werden können.
  • Reinigen Sie sorgfältig Küchengeschirr, Arbeitsflächen und Schneidebretter, die Sie bei der Fleischzubereitung verwenden, bevor Sie diese für weitere Küchenarbeiten einsetzen.
  • Gleiches gilt für die Verarbeitung von Obst und Gemüse, da diese durch Gülle-Düngung ebenfalls mit EHEC kontaminiert sein können: Achten Sie bei der Verarbeitung auf gute Küchenhygiene und reinigen Sie Bretter, Arbeitsflächen und Messer gründlich nach jedem Arbeitsschritt.
  • Waschen Sie Ihre Hände häufig und gründlich, insbesondere nach jedem Toilettenbesuch, vor der Küchenarbeit, nach dem Hantieren mit rohem Fleisch oder anderen rohen Lebensmitteln, vor dem Essen und nach dem Umgang mit Tieren.
  • Wenn Ihre Kinder Umgang mit Tieren, insbesondere Wiederkäuern und Wildtieren haben (z.B. im Streichelzoo oder auf einem Bauernhof), sorgen Sie dafür, dass die Kinder dabei keine Finger in den Mund nehmen oder gleichzeitig essen. Auch hier gilt: Nach dem Kontakt mit Tieren die Hände gründlich reinigen!
  • Zur Händedesinfektion unterwegs können Sie auch Fläschchen mit Gel auf alkoholischer Basis für die (Hosen-)Tasche verwenden, die Sie in Drogeriemärkten, Discountern oder Apotheken erhalten.
Posted in Patienteninfos by Felizitas Leitner | Tags: ,
2. Dezember 2010

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

am 01. Dezember 2010 informierte die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern über die wachsende Besorgnis angesichts der Bestrebungen des Bayerischen Hausärzteverbandes, die Ärzte zum Ausstieg aus dem System der Kassenärztlichen Vereinigung zu bewegen.

Aus Sicht der Krankenkassen führt ein Systemausstieg zur Gefährdung der ambulanten Versorgung im Freistaat und ist ein unvertretbares Risiko für Ärzte und Patienten. So bestehen etwa keinerlei Ansprüche, direkt mit den Krankenkassen abzurechnen: Versicherte könnten nur noch als Privatpatienten behandelt werden, wobei die Krankenkassen die Kosten der Behandlung laut Sozialgesetzbuch nicht erstatten dürfen. Die Details der Verlautbarung können Sie hier nachlesen.

Ich schließe mich der Warnung seitens der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern an. Als Vorstandsbeauftragte Oberbayern unterstütze ich die Politik der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Diese tritt dafür ein, die Patientenversorgung weiterhin auf der sicheren Basis einer einheitlichen Abrechnung für alle Ärzte und alle Patienten durchzuführen. Einen Wechsel in eine private Abrechnungsgesellschaft lehne ich für meine Praxis ab.

Mit freundlichen Grüßen aus Weßling
Ihre Dr. Felizitas Leitner

Nachtrag vom 03.12.2010: Heute hat auch die Süddeutsche Zeitung einen Artikel zum Thema gebracht, in dem die Haltung der Bayerischen Staatsregierung zum Systemausstieg beleuchtet wird. Hier geht es zum Artikel.

Posted in Gesundheitspolitik, Patienteninfos by Felizitas Leitner | Tags: , ,
28. März 2010
Fliegende Pollen, ob von der Hasel oder anderen Bäumen oder Gräsern, werden für viele zur Last; Foto: © RainerSturm / PIXELIO

Fliegende Pollen, ob von der Hasel oder anderen Bäumen oder Gräsern, werden im Frühjahr für viele Allergiker zur Last; Foto: © Gunda Schünemann / PIXELIO

Des einen Freud ist des anderen Leid: Für viele Menschen bedeutet der Frühlingsanfang nicht nur längere Tage und schöneres Wetter, sondern auch verstopfte Atemwege und gerötete, tränende Augen. Denn mit dem Winterende beginnt auch die Zeit des Pollenflugs. Die Folge können allergische Reaktionen sein, zusammengefasst unter dem Begriff Heuschnupfen.

Der Heuschnupfen ist für Betroffene in erster Linie eine lästige Angelegenheit: Das Atmen fällt schwer, die Augen jucken, häufig fühlen sich Allergiker auch müde und schlapp wie bei einer Erkältung. Dabei ist der Heuschnupfen eine Angelegenheit, die Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten: Was mit einer Überempfindlichkeit gegen bestimmte Allergene beginnt, führt nicht selten zu einem allergischen Asthma.

Worauf sollte man bei einer Pollenallergie achten?

Wenn Sie bereits an Heuschnupfen leiden, sollten Sie als erstes genau prüfen, gegen welche Substanzen Sie allergisch sind: Ein Allergietest bringt Klarheit. Vereinbaren Sie für einen Test am besten einen Termin außerhalb der Pollenflugsaison. Danach lautet das oberste Gebot, den Kontakt mit den entsprechenden Allergenen zu vermeiden.

Einen guten Überblick zu den Pollenflugzeiten bieten die verschiedenen Pollenflugkalender und Pollenwarndienste, die Sie im Internet finden. Halten Sie sich besonders an trockenen, windigen Tagen in der Pollenflugsaison möglichst wenig im Freien auf.

Damit die Wohnräume möglichst pollenfrei bleiben, sollten die Fenster – besonders auch im Schlafzimmer – geschlossen bleiben: Lüften Sie lieber nur kurz – wenn Sie auf dem Land leben am besten tagsüber, nicht frühmorgens oder abends, wenn Sie in der Stadt leben, spielt die Tageszeit keine größere Rolle. Um einen Dauerkontakt mit den Allergenen über Nacht zu vermeiden, sollten Sie im Freien getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren. Waschen Sie sich außerdem möglichst abends noch die Haare, damit die Pollen nicht auf Kopfkissen und Bettzeug gelangen. Achten Sie darauf, Ihre Wäsche nicht im Freien zu trocknen, damit sie pollenfrei bleibt.

Wie kann man die Beschwerden lindern?

Bei Beschwerden kommen zwei unterschiedliche medikamentöse Behandlungsformen in Frage, um die Symptome zu lindern: Zum einen gibt es die sogenannten Antihistaminika, erhältlich als Nasenspray, Augentropfen oder zum Einnehmen in Tablettenform oder als Saft. Antihistaminika erhalten Sie frei verkäuflich in der Apotheke. Wenn Sie sich unsicher sind, welche Verabreichungsform die für Sie geeignete ist, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Damit die Pollen draußen bleiben, lüften Sie nur kurz und halten die Fenster ansonsten geschlossen; Foto: Günter Havlena / Pixelio

Damit die Pollen draußen bleiben, lüften Sie nur kurz und halten die Fenster ansonsten geschlossen; Foto: © Günter Havlena / PIXELIO

Bei starkem Heuschnupfen kann zum anderen der Einsatz eines Kortisonpräparats in Betracht kommen. Kortisonpräparate gibt es ebenfalls als Nasenspray, Augentropfen oder zum Einnehmen als Tabletten, sie sind im Gegensatz zu Antihistaminika jedoch verschreibungspflichtig.

Welche Möglichkeiten gibt es, Heuschnupfen zu therapieren?

Für eine langfristige Behandlung der Allergie empfiehlt sich die sogenannte Hyposensibilisierung: Hierbei wird der Körper in kleinen Schritten an das Allergen gewöhnt. Dazu wird einmal pro Woche eine Lösung mit einer Konzentration der betreffenden Pollen unter die Haut gespritzt: Diese Therapieform basiert also auf natürlichen Substanzen und körpereigenen Mechanismen, es kommt keine „Chemie” zum Einsatz.

Die Behandlung sollte etwa 6 bis 8 Wochen vor dem Beginn der Pollenflugsaison aufgenommen werden. Um anhaltende Wirkung zu zeigen, wird die Hyposensibilisierung in drei aufeinanderfolgenden Jahren durchgeführt.

Heuschnupfen ist außerdem eine bewährte Indikation für die Behandlung mit Akupunktur. Auch hier wird die Therapie vor der eigentlichen Pollenflugsaison begonnen. Halten Sie deshalb rechtzeitig mit Ihrem Arzt Rücksprache, wie sich diese Behandlungsmethode für Sie einsetzen lässt.

Ihre
Dr. Felizitas Leitner

Posted in Patienteninfos by Felizitas Leitner | Tags: ,