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Stellungnahme des Bundesversicherungsamtes zum angedrohten “Systemausstieg” des Bayerischen Hausärzteverbandes

10. Dezember 2010

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

kürzlich habe ich Ihnen in meinem Blog einige Hinweise zum beabsichtigten Ausstieg aus dem System der Kassenärztlichen Vereinigung gegeben. Heute ist ein Artikel zur Rechtslage im Zusammenhang mit dem geplanten Systemausstieg in der Süddeutschen Zeitung erschienen, in dem Sie weitere Hintergrundinformationen zum Thema finden.

Mit freundlichen Grüßen aus Weßling
Ihre Dr. Felizitas Leitner

Posted in Gesundheitspolitik by Felizitas Leitner | Tags: ,
2. Dezember 2010

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

am 01. Dezember 2010 informierte die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern über die wachsende Besorgnis angesichts der Bestrebungen des Bayerischen Hausärzteverbandes, die Ärzte zum Ausstieg aus dem System der Kassenärztlichen Vereinigung zu bewegen.

Aus Sicht der Krankenkassen führt ein Systemausstieg zur Gefährdung der ambulanten Versorgung im Freistaat und ist ein unvertretbares Risiko für Ärzte und Patienten. So bestehen etwa keinerlei Ansprüche, direkt mit den Krankenkassen abzurechnen: Versicherte könnten nur noch als Privatpatienten behandelt werden, wobei die Krankenkassen die Kosten der Behandlung laut Sozialgesetzbuch nicht erstatten dürfen. Die Details der Verlautbarung können Sie hier nachlesen.

Ich schließe mich der Warnung seitens der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern an. Als Vorstandsbeauftragte Oberbayern unterstütze ich die Politik der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Diese tritt dafür ein, die Patientenversorgung weiterhin auf der sicheren Basis einer einheitlichen Abrechnung für alle Ärzte und alle Patienten durchzuführen. Einen Wechsel in eine private Abrechnungsgesellschaft lehne ich für meine Praxis ab.

Mit freundlichen Grüßen aus Weßling
Ihre Dr. Felizitas Leitner

Nachtrag vom 03.12.2010: Heute hat auch die Süddeutsche Zeitung einen Artikel zum Thema gebracht, in dem die Haltung der Bayerischen Staatsregierung zum Systemausstieg beleuchtet wird. Hier geht es zum Artikel.

Posted in Gesundheitspolitik, Patienteninfos by Felizitas Leitner | Tags: , ,
18. November 2010

Am17. November wurde in der Sendung „Kontrovers – Das Politikmagazin” (Bayerischer Rundfunk) ein Beitrag zur Frage „Machtkampf unter Ärzten Bleiben die Patienten auf der Strecke?” ausgestrahlt. Dazu heißt es auf der Website des BR:

Es geht um Geld, es geht um Macht, es geht um bedrohte Privilegien. Denn die exklusiven Hausarztverträge sollen aufgekündigt werden. So wollen es Politik und Kassen. Jetzt plant der Hausärzteverband den Ausstieg aus dem System. Droht damit das Ende der Versorgung von Kassenpatienten?

Das Thema ist besonders im Vorfeld der anstehenden KV-Wahl interessant. Den Beitrag kann man sich über die Mediathek des BR online ansehen.


Posted in Gesundheitspolitik by Felizitas Leitner | Tags: ,
28. Oktober 2009

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

in letzter Zeit versuchen Krankenversicherungen zunehmend, die Behandlung ihrer Mitglieder selbst zu übernehmen und zu steuern. Beispielsweise hat die DAK eine groß angelegte Aktion gestartet, bei der 25.000 chronisch kranke Patienten regelmäßig von Krankenschwestern oder medizinischen Fachangestellten angerufen und zu ihrem Gesundheitszustand befragt werden sollen. Zu derartigen Auskünften sind Sie keinesfalls verpflichtet, und aus Ihrer Ablehnung, Auskünfte zu geben, kann Ihnen auch keinerlei Nachteil entstehen.

Manche dieser Telefongespräche mögen zunächst nach Interesse an Ihrer Gesundheit und einem Hilfsangebot klingen. Bedenken Sie aber bitte, dass alle von Ihnen mitgeteilten Informationen über Ihre Privatsphäre bei der Krankenversicherung verbleiben. Wenn es Ihnen beispielsweise nicht gelingt abzunehmen, wenn Sie nicht so oft Sport treiben, wie es Ihnen vielleicht gut täte: wenn Sie das Mitarbeitern Ihrer Krankenkasse mitteilen, sind diese Informationen in der Elektronischen Datenverarbeitung Ihrer Krankenkasse gespeichert. Niemand kann Ihnen garantieren, dass derartige Informationen nicht eines Tages gegen Sie verwendet werden, beispielsweise, indem Ihnen Leistungen verweigert werden mit dem Hinweis, selbst zu wenig zu Ihrem Wohlbefinden beizutragen.

Im Gegensatz dazu fallen alle Informationen, die Sie an Ihre Ärztin oder deren Mitarbeiterinnen weitergeben, unter die ärztliche Schweigepflicht. Was und wieviel Sie essen und trinken, ob Sie Sport treiben oder nicht, wieviel Alkohol Sie trinken oder ob Sie rauchen, ob Sie die empfohlenen Medikamente auch einnehmen: das alles bleibt allein das „Geheimnis“ Ihrer Ärztin.

Daher empfehle ich Ihnen dringend, sich genau zu überlegen, wem Sie welche Informationen bezüglich Ihrer Gesundheit und Ihres Lebenswandels weitergeben. Auch, wenn die Dame oder der Herr am Telefon noch so freundlich klingen mag, und sich harmlos „Case Manager“ nennt. (Die Fürsorge dieser Kassenmitarbeiter gilt insbesondere dem materiellen Wohlergehen ihres Arbeitgebers.)

Das meint
Ihre
Dr. Felizitas Leitner

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