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Medizinische & Praxis-Infos

Um Neuigkeiten aus der Praxis sowie allgemeine medizinische Themen geht es auf dieser Seite, unserem integrierten Blog. Hier finden Sie Nachrichten, wenn wir etwa einmal Urlaub machen (inkl. Vertretungshinweis) oder eine unserer (ehemaligen) Mitarbeiterinnen einen Erfolg zu feiern hat, wie etwa Tatjana Raczat, ehemalige PJ-Studentin bei uns, die ihr Staatsexamen mit »sehr gut« ablegte. Zudem gibt’s hier Informationen und seriöse Links zu häufig gestellten medizinischen Fragen sowie zu aktuellen Entwicklungen im medizinischen Bereich.

Kurzum: Mit diesem Blog möchten wir Sie rund um die Praxis und allgemeinmedizinische Fragestellungen informieren und auf dem Laufenden halten. Und damit Sie ihn noch leichter immer im Blick haben, werden die aktuellsten Beiträge stets zusätzlich auf unserer Startseite mit eingeblendet.

Im Blog-Menü können Sie sich die Beiträge, die automatisch chronologisch sortiert angezeigt werden, auch thematisch gruppiert anzeigen lassen.
 

Neuigkeiten:

 

2 12. Juli 2012

Seit Juni 2012 ist es amtlich: Dieselabgase verursachen Lungenkrebs. Eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingesetzte Expertengruppe kam bei einer Auswertung mehrerer internationaler Studien zu diesem Ergebnis. Für Deutschland bedeutet das pro Jahr bis zu 19.000 Tote durch Dieselabgase. Das sind erschreckende Zahlen, die in ihrer Dimension an die der Lungenkrebstoten unter den deutschen Rauchern (ca. 40.000 pro Jahr) heranreichen. Diese tödlichen Abgase werden nicht nur durch LKW, sondern auch durch viele private PKW verursacht. Allein im Jahr 2011 waren hierzulande 47 Prozent aller neu zugelassenen Autos mit einem Dieselmotor ausgerüstet.

Eine viel befahrene Straße birgt auch weitere Gefahren. Auf der Weßlinger Hauptstraße sind bereits mehrere Menschen, darunter zwei Schulkinder, durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen. Die Polizei sieht im Faktor Geschwindigkeit den Killer Nr. 1. Opfer sind in der Regel die schwächsten Verkehrteilnehmer, also Fußgänger und Radfahrer. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der Weßlinger Ortsdurchfahrt würde das Risiko für schwere Unfälle deutlich reduzieren.

Wenn die Hauptstraße in Weßling nach Fertigstellung einer Ortsumgehung zur Gemeindestraße zurückgestuft wird, kann die Gemeinde Weßling selbst eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung sowie weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen beschließen. Solange die Staatsstraße 2068 durch Weßling führt, hat der fließende Verkehr absoluten Vorrang, d. h. eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ist nicht möglich.

Ein zusätzliches großes Problem, das eine viel befahrene Straße wie die Weßlinger Hauptstraße verursacht, ist die Lärmbelastung der Anwohner, Berufstätigen und sonstigen Straßennutzer. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO 2011 in einem Gutachten feststellte, kommt auf 285 lärmbelastete Einwohner in Ballungsgebieten rechnerisch ein Krankheitsjahr. Die häufigsten durch Lärm verursachten Erkrankungen sind dabei Schlafstörungen, Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall), Bluthochdruck, Allergien, Migräne, Tinnitus (= Ohrgeräusche) sowie Entwicklungsstörungen bei Kindern.

Für die Gesundheit der Weßlinger Bürgerinnen und Bürger, insbesondere der Kinder und Senioren, ist daher eine sofortige Verlangsamung und Reduzierung des Verkehrs auf der Hauptstraße erforderlich. Dies kann nur durch den Bau der Umgehungsstraße erreicht werden.

Weßling, 09.07.2012

Dr. med. Felizitas Leitner

Mitunterzeichner:

Dr. med. Claus Camerer
Dr. med. Amadeus Graml
Dr. med. Dirk Hagena
Dr. med. Ludwig Ostermayer
Dr. med. Markus von Rebay

26. Juni 2012

Ein Kurzfilm über den Verkehrsinfarkt in der Idylle

Täglich durchfahren ca. 30.000 Fahrzeuge, darunter viele LKW, die Ortsteile des oberbayerischen Dorfes Weßling, in dem ich meine Praxis habe.

Ich selbst lebe seit Jahrzehnten circa fünfzig Meter von der Weßlinger Hauptstraße entfernt und habe miterlebt, wie sich die Lärm- und Abgasbelastung von Jahr zu Jahr verschlimmert hat. Seit Einführung der Autobahnmaut hat insbesondere der Schwerlastverkehr auf der Straße deutlich zugenommen. Inzwischen können wir weder tagsüber noch nachts ein Fenster zum Lüften geöffnet halten, weil es sonst nach Dieselabgasen stinkt.

Nach mehreren tödlichen Unfällen auf der Weßlinger Hauptstraße sind an den Unglücksorten Fußgängerampeln errichtet worden, deren Rotsignale allerdings im morgendlichen Berufs- und Durchgangsverkehr häufig missachtet werden.

Neben solchen akuten Gefahren drohen durch eine so frequentierte Straße auch gravierende Langzeitfolgen für die Gesundheit der Anwohner. Unlängst hat die Weltgesundheitsorganisation WHO ihre Warnung vor Dieselabgasen deutlich verschärft, weil diese nach neuesten wissenschaftlichen Studien erwiesenermaßen krebserregend sind. Allein in Deutschland liegt die Zahl der jährlichen Todesfälle durch die Folgen von derartigen Luftverschmutzungen nach Expertenschätzungen bei deutlich mehr als 10.000.

Auch Lärm kann die Gesundheit schwer schädigen oder gar zum Tod führen. So wird nach einer Studie der Dänischen Krebsgesellschaft das Bluthochdruck- und Herzinfarktrisiko stark erhöht. Lärm könnte darüber hinaus sogar die Ursache von jedem zwölften Schlaganfall sein.

Seit Jahrzehnten bemüht sich der Verein „Verkehrsberuhigung für Weßling e. V.“ um die Realisierung einer Umgehungsstraße. Jetzt ist ihr Bau endlich möglich, nämlich dann sofort, wenn sich die Gemeinde Weßling durch eine finanzielle Eigenbeteiligung (Sonderbaulast) zu 20% bis 30% an den Straßenbaukosten beteiligt.

Um zu dokumentieren, warum wir die Frage „Soll die Gemeinde Weßling den Bau der Umgehungsstraße durch eine finanzielle Eigenbeteiligung (Sonderbaulast) sicherstellen?“ im Bürgerentscheid mit „ja“ beantworten, hat mein Mann, der Verleger und Lyriker Anton G. Leitner, einen Kurzfilm in Auftrag gegeben und diesen als Dank für jahrelanges Engagement dem Verein „Verkehrsberuhigung für Weßling e. V.“ gewidmet.

Der Münchner Filmemacher Richard Westermaier hat die Außenaufnahmen am Freitag, den 22. Juni 2012 an der Weßlinger Hauptstraße, in der Nähe unserer Arbeits- und Wohnstätte, gedreht. Unter Mitwirkung der Schauspielerin Nadja Gorn (München), des bekannten Münchner Comedians Moses Wolff („Wildbach-Toni“, „Vereinsheim“ Schwabing) sowie von Paula Vogt (Münsing) nimmt er die Zerschneidung und Zerstörung des idyllisch gelegenen Dorfes Weßling durch den Durchgangsverkehr aufs kabarettistische Korn.

Ich kann bestätigen, dass der künstlerische Film ein realistisches Bild von der Verkehrssituation in Weßling zeichnet.

Felizitas Leitner, Weßling am 26. Juni 2012
zur Fertigstellung des Kurzfilmes „Seitenwechsel in Weßling“

Direkter Link zum Kurzfilm auf YouTube (Deeplink):
http://youtu.be/Dpd4aRw8lpE

Seitenwechsel in Weßling
Ein Kurzfilm von Richard Westermaier
Darsteller: Moses Wolff (Vater), Nadja Gorn (Mutter), Paula Vogt (Tochter)
Musik: Musicfox
Regie, Drehbuch und Kamera: Richard Westermaier
Länge: 3:58, Deutschland 2012
Westermaier Medien Produktion im Auftrag von Anton G. Leitner, Weßling
dasgedichclip lyrik-tv www.dasgedichtclip.de

Der Film ist dem jahrzehntelangen Engagement des Vereins „Verkehrsberuhigung für Weßling e. V.“ zur Realisierung einer Umgehungsstraße gewidmet.

Posted in Allgemein by Felizitas Leitner
25. Juni 2012

Unsere Praxis erkennt die Bedeutung, die Vorteilsnahmen von Seiten pharmazeutischer und anderer im Medizinbetrieb gewerblich tätiger Unternehmen auf unser Verordnungsverhalten haben kann. Wir erklären deshalb, dass keiner unserer Ärzte oder Mitarbeiter Geschenke, Reisen oder sonstige geldwerte Vorteile von pharmazeutischen Firmen (Medikamentenherstellern, Vertrieben oder Großhändlern) oder von Herstellern von Medizinprodukten entgegennimmt.

Wir wollen unsere Unabhängigkeit in der Entscheidung über die für unsere Patienten notwendige Behandlung erhalten!

In der aktuellen Pressemitteilung “BGH stärkt Freiberuflichkeit – Nagelprobe für die ärztliche Selbstverwaltung” des NAV-Virchow-Bunds, in dessen Landesgruppe Bayern ich Stellvertretende Vorsitzende bin, heißt es zum Thema:

Geldgeschenke für Verordnungsverhalten, Korruption und Fangprämien sind mit dem Arztberuf unvereinbar. Die hierfür erforderlichen rechtlichen Grundlagen sind im Berufsrecht und im Sozialrecht verankert. Jetzt hat es die ärztliche Selbstverwaltung maßgeblich in der Hand, dass die schwarzen Schafe benannt und anschließend wirkungsvoll bestraft werden. Dies wird zur Nagelprobe für die Ärztekammern und die Kassenärztlichen Vereinigungen. Ein glaubhafter Selbstreinigungsprozess ist gelebte Selbstverwaltung.

Zur Pressemitteilung des NAV-Virchow-Bunds in voller Länge

Ihre
Dr. Felizitas Leitner mit Team

Posted in Gesundheitspolitik, Patienteninfos by Felizitas Leitner
17. Oktober 2011

Eine neue Untersuchung im Rahmen der sogenannten Iowa Women’s Health Study, in der mehr  als 38.000 Frauen über einen Zeitraum von 12 Jahren beobachtet wurden, befasst sich mit der Auswirkung regelmäßiger Einnahme von Vitaminpräparaten beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel auf die Gesundheit und das Sterberisiko. Während sich viele Menschen durch die Einnahme solcher Präparate eine Verbesserung ihrer Gesundheit erhoffen, kommen die Wissenschaftler der Universitäten von Ostfinnland, Minnesota und Oslo zu völlig anderen Erkenntnissen: So geht die Einnahme beinahe aller Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin B6, Eisen, Folsäure, Magnesium, Zink oder Kupfer mit einem leicht bis deutlich gesteigerten Sterberisiko einher.

Auch frühere Studien zeigten bereits, dass die Einnahme von Vitaminpräparaten der Gesundheit schaden kann. Das gilt besonders für fettlösliche Vitamine – also die Vitamine A, D, E und K sowie Beta-Carotin – , da sie sich im Körper anreichern, was zu einer schädlichen Überdosierung führen kann. Eine aktuelle Untersuchung an mehr als 35.000 Männern aus den USA, Kanada und Puerto Rico wies nach, dass die Einnahme von Vitamin E-Präparaten zu einem leicht erhöhten Prostatakrebsrisiko führt.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen bei gesunden Menschen überflüssig ist: Eine ausreichende Versorgung lässt sich problemlos über eine gesunde, ausgewogene Ernährung sichern, die zudem die Gefahr der Überdosierung ausschließt.  Lediglich bei nachgewiesenen Mangelerscheinungen kann eine Einnahme sinnvoll sein. Dann sollte man aber vorab seinen Arzt konsultieren, um ein geeignetes Präparat sowie die Dosierung festzulegen.

Wer gerade in der kalten Jahreszeit etwas für sein Immunsystem tun möchte, um Erkältungskrankheiten zu vermeiden, sollte also auf Vitaminpillen und Co. verzichten und lieber einen Blick auf unseren Beitrag zum Thema Erkältung werfen, in dem wir einige Tipps zur Prävention zusammengestellt haben, und ggf. auch eine Grippeimpfung in Betracht ziehen.

Posted in Patienteninfos by Felizitas Leitner
2 19. September 2011

Liebe Patientinnen und Patienten,

der neue Grippeimpfstoff 2011/2012 ist eingetroffen: Die Impfung wird empfohlen für alle chronisch Kranken (z.B. Herz-Kreislauf-Krankheiten, Asthma, Diabetes, Multiple Sklerose, Immunschwäche), alle über 60 Jahre, Schwangere, medizinisches Personal sowie alle mit erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. S-Bahn-Fahrer).

Die Impfung schützt vor allem vor Komplikationen wie Herzmuskelentzündung und Lungenentzündung als Folge der „echten Grippe”.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Arzt rechtzeitig einen Termin für die Impfung, wenn Sie zu einer der Risikogruppen gehören.

Mit freundlichen Grüßen aus Weßling
Ihre Dr. Felizitas Leitner

P.S.: Gegen die Grippe schützt eine Impfung. Was aber hilft gegen einen grippalen Infekt / Atemwegsinfekte? Lesen Sie hier unsere Empfehlungen zum Thema Erkältung.

Posted in Patienteninfos by Felizitas Leitner | Tags: ,