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Medizinische & Praxis-Infos

Um Neuigkeiten aus der Praxis sowie allgemeine medizinische Themen geht es auf dieser Seite, unserem integrierten Blog. Hier finden Sie Nachrichten, wenn wir etwa einmal Urlaub machen (inkl. Vertretungshinweis) oder eine unserer (ehemaligen) Mitarbeiterinnen einen Erfolg zu feiern hat, wie etwa Tatjana Raczat, ehemalige PJ-Studentin bei uns, die ihr Staatsexamen mit »sehr gut« ablegte. Zudem gibt’s hier Informationen und seriöse Links zu häufig gestellten medizinischen Fragen sowie zu aktuellen Entwicklungen im medizinischen Bereich.

Kurzum: Mit diesem Blog möchten wir Sie rund um die Praxis und allgemeinmedizinische Fragestellungen informieren und auf dem Laufenden halten. Und damit Sie ihn noch leichter immer im Blick haben, werden die aktuellsten Beiträge stets zusätzlich auf unserer Startseite mit eingeblendet.

Im Blog-Menü können Sie sich die Beiträge, die automatisch chronologisch sortiert angezeigt werden, auch thematisch gruppiert anzeigen lassen.
 

Neuigkeiten:

30. November 2010

Liebe Patientinnen und Patienten,

am vergangenen Mittwoch habe ich gemeinsam mit meinem Mann Anton G. Leitner eine Vorlesung zum Thema „Medizin und Lyrik – zwischen Eindruck und Ausdruck” an der Fakultät für Medizin der TU München gehalten. Diese fand im Rahmen der Ringvorlesung „Humanität in der Medizin” statt. Die Vorlesung wurde auf Video aufgezeichnet, sodass ich Ihnen heute einige Mitschnitte aus dem Programm präsentieren kann:

1. Dr. med. Felizitas Leitner, Vorlesung TU München (Auszug): Lyrik in der Medizin /
Der Einsatz von Lyrik in der ärztlichen Behandlung

2. Dr. med. Felizitas Leitner, Lesung an der TU München aus „Die Venus streikt“
(Fallbeispiel Herr Z. mit Gedicht „Nächtlings“ von Günter Kunert)

3. Anton G. Leitner, Rezitation seines Gedichts „Einmal eine“
im Rahmen der Ringvorlesung „Humanität in der Medizin“ an der TU-München

4. Anton G. Leitner, Vorlesung TU München (Auszug): Krankheit in Versen Teil 1 /
Wie sich Krankheiten in Verse fassen lassen

5. Anton G. Leitner, Vorlesung TU München (Auszug): Krankheit in Versen Teil 2 /
Wie sich Krankheiten in Verse fassen lassen

6. Dr. med. Felizitas Leitner, Lesung an der TU München aus „Die Venus streikt“
(Beispiel Bypass-Gedicht „Beschwichtigung zum zweiten“ von Robert Gernhardt

7. Anton G. Leitner, Vorlesung TU München (Auszug):
Von der akustischen Wirkung der Lyrik

8. Dr. med. Felizitas Leitner und Anton G. Leitner antworten auf Fragen
der Hörer ihrer gemeinsamen Vorlesung an der TU München (Auszüge)

Viel Spaß beim Ansehen wünscht
Ihre Dr. Felizitas Leitner

18. November 2010

Am17. November wurde in der Sendung „Kontrovers – Das Politikmagazin” (Bayerischer Rundfunk) ein Beitrag zur Frage „Machtkampf unter Ärzten Bleiben die Patienten auf der Strecke?” ausgestrahlt. Dazu heißt es auf der Website des BR:

Es geht um Geld, es geht um Macht, es geht um bedrohte Privilegien. Denn die exklusiven Hausarztverträge sollen aufgekündigt werden. So wollen es Politik und Kassen. Jetzt plant der Hausärzteverband den Ausstieg aus dem System. Droht damit das Ende der Versorgung von Kassenpatienten?

Das Thema ist besonders im Vorfeld der anstehenden KV-Wahl interessant.

16. November 2010

Felizitas Leitner spricht beim Gründer-/Abgabeforum am 13.11.2010 in der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

3. November 2010

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

hiermit möchte ich Sie herzlich zu einer Öffentlichen Ringvorlesung der Fakultät für Medizin der TU München in der Reihe Humanität in der Medizin einladen:

Medizin und Lyrik – zwischen Eindruck und Ausdruck

Zwischen Krankheit und Gedichtlektüre gibt es deutliche Parallelen: Beide wirken ,persönlich’ und verlangen intensive Zuwendung. Wenn Dr. Felizitas Leitner in ihrer Praxis Lyrik als ,Katalysator’ einsetzt, erreicht sie erstaunliche Resultate: Sie kommt mit ihren Patienten leichter ins Gespräch – vor allem über Tabuthemen, die oft Ursache für psychosomatische Erkrankungen sind. Ihre Erfahrungen mit der kommunikativen „Kraft der Poesie“ schildert sie in dem Buch „Die Venus streikt“. Anton G. Leitner, examinierter Jurist, arbeitet seit rund 20 Jahren im Hauptberuf als Lyriker und Verleger. Er ist Herausgeber zahlreicher Anthologien (u. a. bei dtv / Hanser sowie Reclam). Seit 1993 ediert er die buchstarke Jahresschrift DAS GEDICHT. 2008 erschien ihr viel diskutiertes Special „gefühlter Puls – rezeptfreie Gedichte“. Darin verarbeiten zeitgenössische Dichter das Thema Krankheit und Genesung in Lyrik und Essays.

Referenten: Dr. med. Felizitas Leitner, Allgemeinärztin und Lehrbeauftragte an der TU München (www.Felizitas-Leitner.de), und Anton G. Leitner, Schriftsteller und Verleger (http://www.antonleitner.de/ und www.DasGedicht.de)

Termin: Mittwoch, 24. November 2010, 18.00-19.30 Uhr
Ort: Klinikum Rechts der Isar (Ismaninger Straße 22, München), Hörsaal B

Ich freue mich, Sie dort begrüßen zu dürfen!

Ihre
Dr. Felizitas Leitner

19. April 2010

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

in der aktuellen Ausgabe des Süddeutsche Zeitung Magazins erschien in der Rubrik „Fünfzig Zeilen” ein Kommentar von Andreas Bernard über den „Landarzt”, der mich dazu bewog, einen Leserbrief zu verfassen. Diesen möchte ich Ihnen an dieser Stelle in ungekürzter Form widergeben:

Sehr geehrter Herr Bernard,

vor etlichen Jahren wurde meine Hausbank von einer großen Unternehmensberatungsfirma „umgekrempelt” und schaffte die persönlichen Berater ab. Ich sollte mich, je nach Anliegen, an die Kompetenzteams für Privat- oder Geschäftskredite, für Privat- oder Geschäftsanlagen, Immobilienkredite etc. direkt wenden. Von allen diesen Angeboten habe ich nie Gebrauch gemacht. Nach gefühlten weniger als zwei Jahren teilte mir die Bank wieder den Namen meiner perönlichen Beraterin mit, die ich seitdem wieder bei allen denkbaren „Bankfragen” konsultiere.

Sie haben natürlich recht: die Zukunft der Medizin ist weiblich, und auch die männlichen Kollegen möchten heute Familie und Beruf in Einklang bringen und nicht an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden im Einsatz sein. Dieses Interesse ist mehr als berechtigt.

Richtig ist aber auch: die Zeiten des patriarchalen Arztes, der für seine Patienten hier und jetzt entscheidet, welche Therapie für sie die richtige ist, sind zum Glück (fast) vorbei. Wir Ärzte versuchen heute, Entscheidungen gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten zu treffen. Solche Entscheidungen aber müssen häufig reifen und können oft nicht in einem 10-Minuten-Gespräch getroffen werden. Gerade bei unseren zunehmend älter werdenden und chronisch kranken Patienten gibt es viele Dinge zu berücksichtigen, bevor man die Entscheidung für oder gegen eine Hüftoperation, eine Herzkatheteruntersuchung oder eine Chemotherapie trifft. Und da ist es einfach unumgänglich, einen Arzt des Vertrauens zu haben, der den Weg zur Entscheidung gemeinsam mit dem Patienten geht. Oder können Sie sich vorstellen, die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie alle paar Tage mit einem anderen Arzt zu diskutieren?

Ein großes Berliner MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) hat vor einiger Zeit die jeweiligen Arbeitszeiten seiner Hausärzte („auf vielfachen Wunsch unserer Patientinnen und Patienten”) ins Netz gestellt. Das zeigt mir sehr deutlich, was die Patienten sich wünschen.

Das Bild des Landarztes wird sich ändern, ohne Zweifel. Gebraucht wird er aber gerade in Zeiten der zunehmenden Ökonomisierung der Medizin als Person des persönlichen Vertrauens mehr denn je.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Felizitas Leitner